AKTION FREUDE – Hintergrund2018-08-18T20:15:13+00:00

WER STECKT DAHINTER

Georg Rittstieg - Gründer der AKTION FREUDE

Mein Name ist Georg Rittstieg – ich sach ma‘ MOIN MOIN.

Moin sagen wir Hamburger gerne, egal zu welcher Tageszeit. Ich bin kein richtigen Hamburger Jung, sondern ein Mischling: Hamburger und Österreicher. Und lebe momentan in meiner Wahlheimat in Graz – im Süden von Österreich.

Ich hab viel Scheisse hinter mir in meinem jungen Leben. Und habe gerne geraunzt und gejammert. Und noch viel lieber habe ich gelacht, egal was war. Und so habe ich gelernt, dass lachen und FREUDE meinem Leben viel besser tun, als zu jammern. Und wissen tun wir das ja eh alle, aber handeln wir auch danach? NÖ! Komisch, ne? 

Und frag‘ mal jemanden, ob sie oder er Zeit hat. Meistens eher nicht. Keine Zeit zu haben ist ja ein sagenhaftes Phänomen unserer Zeit. Aber wehe, es geht darum, sich zu beschweren. Schriftlich. Seitenlang. Oder zu jammern. Dann haben alle plötzlich alle Zeit der Welt. Und Zeit, Danke zu sagen, oder ein liebes Wort zu formulieren hat kaum jemand. Weil es ja eh selbstverständlich ist. Echt jetzt?

Also kurz: Ich lache gerne, berühre gerne und bin ansonsten der Begleiter in die Liebe.

DIE GESCHICHTE DER KARTE

Es war ungefähr drei Uhr Morgens. Ich saß aufm Donnerbalken und hatte ne fette Idee:

Was wäre, wenn man den Fokus von Scheisse zur FREUDE drehen würde?
Was wäre, wenn man das bei einer netten Begegnung auch noch aussprechen würde und Danke sagen würde?
Was wäre, wenn man das auch noch mit einer kleinen Karte, so groß wie eine Visitenkarte, unterstreichen würde, so daß die Beschenkten sich daran freuen könnten und eine schöne Erinnerung an diesen Moment hätten?
Und was wäre, wenn diese Karte weiter gegeben würde, wenn die Beschenkten auch schöne Begegnungen haben?

Das wäre doch geil, dann würde die FREUDE sozusagen um die Welt gehen.

Sitzung auf dem Klo beendet, prompt eine klare Entscheidung getroffen: DAS MACHE ICH NICHT. Ich habe genug anderes Zeug umme Ohren. Fertig!

Tage später. Hab meinen nächtlichen Ideen-Rausch schon fast vergessen, bin verabredet. Mit Peter. Auf dem Weg dahin gerate ich in riesige Menschen-Menge. Sebastian Vettel war in Graz und alle wollten ihn sehen. Auch wenn ich ihn nett finde – ich wollte ihn weder sehen, noch wollte ich, daß mir 1000e Menschen zugleich auf die Füsse treten. Mist, ich hab echt Unruhe in mir, wenn es so voll und eng wird, jedoch wollte ich, wenn irgend möglich, lebend über den Platz kommen.

Prompt habe ich Lust, eine Grill-Wurst zu mampfen. Warum auch immer. Kaum stehe ich am Stand, kriege ich die Krise: Gefühlt 300 Leute wollten auch ne Wurst. Großartige Idee. Und dann kam, was mich mehr beeinflusste, als ich es dachte: Es war nur eine Mitarbeiterin am Stand. Sie war jung und richtig gut drauf. Hatte so viel Spaß an der Arbeit und verbreitete eine super Stimmung. Auch auf mich. Und die Wurst war lecker.

Nach dem obligatorischen Bäuerchen (sorry, bin manchmal ein kleines Schwein 😉 ) wusste ich, was zu tun war: Noch im Rinnstein sitzend nahm ich einen Kugelschreiber, eine Blanko-Visitenkarte und schrieb die gesamte Karte, so wie ich sie auf dem Klo im Kopf entwickelt hate auf die Blanko-Karte und trat zur Verkäuferin meiner Wurst:

„Ey, ich muss dir das jetzt sagen: Du hast meinen Tag gerettet. Ich war wegen der vielen Leute echt nicht gut drauf und hatte Hunger. Der Stand war voll und ich war direkt gereizt. Aber durch dein Lachen und deine fröhliche Art ging’s mir gleich wieder gut. Danke, dass du so einen grandiosen Job machst! FREUDE ZU DIR!“

Ich gab ihr die handgeschriebene Karte. Sie schaute mich an, schaute auf die Karte, schaute mich an und: explodierte raketengleich fast durchs Zeltdach. Sie war ausser sich vor Freude und dankte mir x-mal, dafür dass ich sie gesehen hatte. Dafür, dass jemand bemerkt, wieviel Mühe sie sich gibt.

Jetzt war ich sprachlos. Und berührt. Ich hab nur ne kleine Karte weiter gegeben und bin dafür reich beschenkt worden.

Der Rest ist Geschichte: Ich liess die Karten drucken, wollte den Druckern die ich kannte eine Karte geben. Aber weil sie diese Aktion so geil fanden, hatten sie mehr gedruckt und hatten sich dann gleich selbst welche verteilt. Kurze Zeit drauf beim Barcamp Graz, welches ich organisierte, steht ein Freund vor mir und will die Hälfte der Druck-Kosten übernehmen, weil er die Aktion so geil findet.

Mittlerweile sind über 3.000 Karten im Umlauf.
Mittlerweile wollte ich die AKTION FREUDE schon drei Mal aufgeben, weil es eine reine Schenk-Aktion ist und ich damit kein Geld verdiene, aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Die AKTION FREUDE steht immer wieder auf.

„Noch Fragen? ;-)“

Bitte wähle: