Briefe an meine Liebste

Georg Rittstieg - Begleiter

Na, das war ja mal eine Challenge. Ich soll ihr in mir begegnen? Wird sie sich zeigen? Reden? Und dann? Ich war gespannt.

Für die Neugierigen: Ja, ich begegne ihr. Fast täglich. Nein, ich hab sie in der Realität noch nicht gefunden. Und doch: Dieser Weg schafft unglaublichen inneren Frieden, macht Freude, berührt mich - und die Sucherei, die bekanntlich zu nix führt, hört endlich auf.

Ach ja: Nein, mein Psychiater macht sich deshalb noch keine Sorgen wegen mir. Es geht ja auch nicht darum, eine gespaltene Persönlichkeit zu werden. Ich bin und bleibe ich. Und sie ist sie. Es ist eine unglaublich wertvolle Meditationspraxis für mich.

Alter Fux, was soll das? An wen schreibst du denn, ich denk' du bist Single?

Ja, ich bin Single.
Und ich starte hier öffentlich, was ich vor Monaten schon gelernt habe. Damit du auch etwas davon hast, alter Zweifler!

Meine Beraterin sagte: Begegne täglich deiner inneren Frau.
Ich antwortete: Meinem weiblichen Anteil oder was?

Nein, sagte sie und fuhr fort: "Du weisst, du kannst im Aussen nur sehen und erleben, was du in deinem inneren fühlst, spürst und erlebst. Wie die alten Philosophen schon sagten, wie im Innen, so Aussen!"

Such sie in deiner Meditation, begegne ihr dort, rede mit ihr. Nimm Kontakt auf und bleibe im Kontakt - mit ihr.


Und so gehts:

Bild: GeorgRittstieg Meditation

Es tut mir soooooooo gut! Probiere es aus - und glaube mir, ich weiss wie durchgeknallt DAS klingt. Aber was soll schon schief gehen? Und:
Was wäre, wenn es dir auch gut tut?

Georg Rittstieg

So begegnest du ihr oder ihm

  1. Die ersten Male geht es am Leichtesten, wenn du in Ruhe meditierst. Gehe in dich, suche einen inneren Ort auf, an dem du dich besonders wohl fühlst. Vielleicht stellst du dir einen See vor, bist am Meer oder in einem Park.
  2. Sobald du dich dort wohl fühlst, rufe sie oder ihn herbei. Bitte sie oder ihn, sich zu zeigen. Du musst jetzt kein fertiges Bild von diesem Menschen haben, sei einfach offen, wie sie oder er sich zeigen mag. Freue dich, wenn sie oder er kommt, sei geduldig, vielleicht mag die Person noch nicht, oder bleibt nur kurz.
  3. Vertraue deinen Impulsen, vertraue darauf, was kommen mag, auch im Dialog. Versuche nichts zu kontrollieren, sei offen für eure Wesen.
  4. Mache das am Anfang möglichst oft in der Mediation, oder zumindest in Ruhe, an einem stillen Ort, auch ohne Handy (!). Sobald du dich sicher fühlst, kannst du ihr oder ihm täglich und immer begegnen, nimm dir und euch diese Sekunden oder Minuten der Zweisamkeit. Spiele wie ein Kind offen und frei damit, aber sei und bleibe in Kontakt.

Ich wünsche euch zauberhafte, magische und liebende Momente!

(Bilder Füllfeder&Kind: de.fotolia.com)


Los gehts mit den Briefen:

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Dein Frieden ist auch mein Frieden
Weisst du was, mein Engel? Na klar weisst du es, du bist ja irgendwie in mir. Aber ich möchte es[...]
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